Jobcenter · Mehrbedarf
Mehrbedarf beim Grundsicherungsgeld – wer bekommt wie viel?
Manche Lebenslagen kosten dauerhaft mehr. Dafür gibt es einen monatlichen Zuschlag zum Regelbedarf – gestaffelt nach Prozentsätzen, die im Gesetz festgeschrieben sind.
Was Sie wissen sollten
Rechtsgrundlage§ 21 SGB II. Die Prozentsätze beziehen sich auf den nach § 20 maßgebenden Regelbedarf.
ObergrenzeDie Summe aller Mehrbedarfe nach den Absätzen 2 bis 5 darf den maßgebenden Regelbedarf nicht übersteigen. Mehr als 100 % ist also nicht möglich.
BeispielrechnungAlle Eurobeträge auf dieser Seite sind Beispiele auf Basis eines Regelbedarfs von 563 € für Alleinstehende (2026). Wer einer anderen Regelbedarfsstufe angehört, kommt auf andere Beträge.
Kostenaufwändige ErnährungHier nennt das Gesetz keinen festen Prozentsatz, sondern spricht von einem Mehrbedarf „in angemessener Höhe“. Grundlage ist eine medizinische Notwendigkeit, die belegt werden muss.
WarmwasserWird das Warmwasser in der Wohnung selbst erzeugt (etwa per Durchlauferhitzer) und nicht über die Heizkosten abgerechnet, gibt es je nach Altersstufe zwischen 0,8 % und 2,3 % zusätzlich.
Häufige Fragen
Wie hoch ist der Mehrbedarf für Alleinerziehende?
Nach § 21 SGB II sind es 36 Prozent des maßgebenden Regelbedarfs, wenn ein Kind unter 7 Jahren oder zwei bis drei Kinder unter 16 Jahren im Haushalt leben. Andernfalls gelten 12 Prozent je Kind, höchstens jedoch 60 Prozent. Bei einem Regelbedarf von 563 Euro entsprechen 36 Prozent rund 203 Euro im Monat.
Ab wann gibt es den Mehrbedarf für Schwangere?
Ab der zwölften Schwangerschaftswoche – genauer: nach der zwölften Woche bis zum Ende des Monats, in den die Entbindung fällt. Der Satz beträgt 17 Prozent des maßgebenden Regelbedarfs.
Kann ich mehrere Mehrbedarfe gleichzeitig bekommen?
Ja, mehrere Mehrbedarfe können zusammentreffen. Allerdings gilt eine Grenze: Die Summe der Mehrbedarfe nach den Absätzen 2 bis 5 darf den für erwerbsfähige Leistungsberechtigte maßgebenden Regelbedarf nicht übersteigen.
Was gilt bei kostenaufwändiger Ernährung?
Wer aus medizinischen Gründen eine besondere Ernährung braucht, kann einen Mehrbedarf in angemessener Höhe erhalten. Einen festen Prozentsatz nennt das Gesetz hier nicht – die Notwendigkeit muss ärztlich belegt werden.
Was ist der Mehrbedarf für Warmwasser?
Wird das Warmwasser dezentral in der Wohnung erzeugt und nicht über die Heizkosten abgerechnet, gibt es je nach Altersstufe zwischen 0,8 und 2,3 Prozent des jeweiligen Regelbedarfs zusätzlich.
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StandDiese Seite wurde zuletzt im August 2026 geprüft.