Arbeitsagentur · Weiterbildung
Weiterbildung und Bildungsgutschein – wer sie bekommt
Eine Umschulung oder Weiterbildung kann bezahlt werden – wenn drei Dinge zusammenkommen. Der Bildungsgutschein bescheinigt dabei, dass die Voraussetzungen für eine Förderung vorliegen (§ 81 Abs. 4 SGB III) – die Maßnahme und den Träger wählen Sie danach selbst aus.
Was Sie wissen sollten
Rechtsgrundlage§ 81 SGB III. Für Menschen im Grundsicherungsgeld-Bezug wird die Vorschrift über das SGB II angewandt – zuständig ist dann das Jobcenter.
Was der Gutschein istDer Bildungsgutschein bescheinigt, dass die Voraussetzungen für eine Förderung vorliegen. Er kann zeitlich befristet und regional begrenzt sein und muss dem gewählten Träger vor Beginn vorgelegt werden.
Kein RechtsanspruchDie Förderung ist eine Ermessensleistung. Auch wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, entscheidet die Behörde – eine gute Begründung ist deshalb wichtig.
Welche KostenDas Gesetz spricht von der Übernahme der Weiterbildungskosten. Welche Positionen im Einzelnen dazugehören, steht nicht in § 81 selbst, sondern in den folgenden Vorschriften.
Bei AblehnungGegen einen ablehnenden Bescheid ist Widerspruch möglich, in der Regel innerhalb eines Monats. Es lohnt sich, die Notwendigkeit der Weiterbildung konkret zu begründen.
Häufige Fragen
Welche Voraussetzungen gelten für eine geförderte Weiterbildung?
§ 81 SGB III nennt drei: Die Weiterbildung muss notwendig sein, um Arbeitslosigkeit zu beenden oder abzuwenden; die Agentur für Arbeit muss vor Beginn beraten haben; Maßnahme und Träger müssen zugelassen sein.
Was ist ein Bildungsgutschein?
Eine Bescheinigung darüber, dass die Voraussetzungen für eine Förderung vorliegen. Er kann zeitlich befristet und regional begrenzt sein und ist dem gewählten Bildungsträger vor Beginn der Maßnahme vorzulegen.
Habe ich einen Anspruch auf einen Bildungsgutschein?
Nein, es handelt sich um eine Ermessensleistung. Die Behörde entscheidet im Einzelfall. Eine gute Begründung, warum gerade diese Weiterbildung die Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessert, ist deshalb entscheidend.
Kann ich einfach anfangen und später beantragen?
Davon ist dringend abzuraten. Das Gesetz verlangt eine Beratung vor Beginn der Maßnahme. Wer ohne Zusage startet, riskiert, die Kosten selbst tragen zu müssen.
Bin ich beim Jobcenter oder bei der Arbeitsagentur richtig?
Wer Arbeitslosengeld bezieht, ist bei der Agentur für Arbeit richtig. Wer Grundsicherungsgeld bezieht, wendet sich an das Jobcenter – dort wird dieselbe Vorschrift angewandt.
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Keine RechtsberatungWir sind keine Kanzlei und keine Beratungsstelle. Die Texte hier ordnen ein und erklären, sie ersetzen keine Rechtsberatung. Im Zweifel hilft eine Sozialberatung, ein Sozialverband oder eine Anwältin bzw. ein Anwalt für Sozialrecht weiter.
Woher die Angaben stammenWir stützen uns auf die Gesetzestexte und die Veröffentlichungen der zuständigen Stellen und verlinken sie auf den jeweiligen Seiten. Maßgeblich ist immer der eigene Bescheid.
StandDiese Seite wurde zuletzt im August 2026 geprüft.